Neue
Kommunikation für
eine neue Zeit

© Caspar Camille Rubin on Unsplash

Stream me up: Warum Sie in der Corona-Krise streamen sollten

In diesem Artikel widmen wir uns dem Thema Live-Streaming und möchten Ihnen einige wichtige Fakten mit auf den Weg geben.

25. März 2020

Webinar, Livestream oder Webcast: So erreichen Sie Ihr Publikum

In der Corona-Krise hat die digitale Kommunikation noch einmal enorm an Bedeutung gewonnen: Immer mehr Unternehmen und Institutionen erreichen ihre Zielgruppe per Webinar, Livestream oder Webcast. Insbesondere der Kultursektor hat sich einen alternativen Weg aus dem Kontaktverbot gebahnt (#kulturtrotzcorona #kulturinzeitenvoncorona) und erlebt einen nie dagewesenen Streaming-Boom - ein schönes Beispiel dafür, das die Krise nicht nur Stillstand bedeuten muss, sondern auch neue Ideen, Energie und Formate freisetzen kann. United we stream!

Ob für die professionelle Präsentation von Events, Webinaren, Schulungen, Produktveröffentlichungen oder Meetings: Der Markt hält eine Reihe kostenloser sowie kommerzieller Lösungen parat. Doch wie finde ich in diesem Dschungel die passende Lösung für mich? In diesem Artikel widmen wir uns dem Thema Live-Streaming und möchten Ihnen als etablierte Digitalagetur einige wichtige Fakten mit auf den Weg geben.  

Die Auswahl kostenfreier Do-it-Yourself Live-Streaming-Plattformen ist dank Social Media-Platzhirschen umfangreich. Ebenso die Anbieter mit weiteren kostenpflichtigen Funktionen. Generell hängt die Entscheidung unter anderem ab vom genutzten technischen Equipment, den Voraussetzungen durch die Anbieter selber und der Präferenz, welcher Anbieter, welche Datenschutzbedingungen und mitgelieferten Tools passend für die Live-Übertragung sind bzw. welche Zielgruppen für die anzubietenden Inhalte auf welchen Plattformen effektiv anzutreffen sein dürften. 


YouTube Live

Unter folgendem Link hat Google sämtliche wichtige Informationen für das Live-Streaming auf YouTube zusammengefasst: support.google.com

Interessant hierbei ist die Unterscheidung, dass Webcam-Nutzer direkt einen Stream starten können, bei Streams über Mobilgeräte der YouTube-Account jedoch mindestens 1.000 Abonnenten besitzen muss, damit das Handy für die Aufzeichnung genutzt werden kann. Damit das Teilen des Bildschirms funktioniert und nicht nur eine Person vor der Kamera gezeigt wird, muss das Encoder-Streaming eingerichtet werden (siehe den oben dargestellten Link für weitere Informationen). Alle erfolgten YouTube-Streams unter einer Länge von zwölf Stunden werden automatisch auf der Plattform archiviert. 

Eine Übersicht von zu integrierenden Tools von Drittanbietern wie Discord, StreamElements oder Streamlabs sind zudem hier zusammengefasst:
support.google.com


Instagram Live oder Facebook Live

Der Artikel von Futurebiz fasst die Vorteile des Live-Streamings bei Instagram und Facebook gut zusammen. Auch hier gilt die anfängliche Frage, welche Zielgruppen hier vorhanden sind, wie diese vorab zum geplanten Live-Stream über welche weiteren Kanäle informiert werden sollten und wie bzw. wie viele Ressourcen ihr habt. Wer moderiert den Stream und stellt sich den Fragen der Zuschauer*innen? Wie dynamisch könnt ihr auf Feedback und Fragen reagieren? Das sind nur einige Aspekte, die es für Facebook und Instagram besonders zu beachten gilt.


Live-Streaming via Google Hangout Meet

Wer bei seiner Arbeit bereits Hangouts Meet zusammen mit dem Google Kalender nutzt, kann sogenannte View-Only Live-Streams erstellen und per Link zugänglich machen. Bis zu 100.000 Zuschauer können beim Stream zusehen, so die Aussage von Google unter: support.google.com

Das lohnt sich, wenn man mehrstündige Schulungen oder Software-Workflows demonstrieren möchte und vorzugsweise nur auf geschriebene Chat-Fragen der Nutzer parallel reagieren möchte.


Periscope App

Wer direkt per App Live-Videos in die Welt senden möchte, kann Periscope nutzen, um mit Zielgruppen zu interagieren. Ebenso können Live-Videos von verschiedenen Standorten aus unterschiedlichen Themenkategorien gesucht werden. Live-Videos können sofort auf Twitter oder in anderen sozialen Netzwerken geteilt werden.

play.google.com
apps.apple.com
 

Vimeo Enterprise (kostenpflichtig)

Das Videoportal Vimeo bietet für Unternehmen einen umfassenden Live-Streaming-Service an, um Full HD Streams durchführen zu können. Zu den Features zählen passwortgeschützte Zugangsbestimmungen zum Stream, Darstellungskarten von Informationen innerhalb des Streams, eine Showcase-Page mit übersichtlicher Darstellung der Live- und On-Demand-Videos, diverse Analyse-Tools zur Auswertung von u.a. Location und Zugriffen sowie Interaktions-Tools für Live-Abstimmungen, grafische Overlays und Publikums-Chat.

Eine Demo gibt es hier 

Alternativ bietet der Vimeo Premium Account unbegrenzte Live-Streaming-Möglichkeiten, siehe: https://vimeo.com/de/upgrade
 

Dacast (kostenpflichtig)

DaCast bietet eine Monetarisierung der Streams an. Die Videos werden in der Cloud gespeichert. Es ist zudem für Unternehmen und Einzelpersonen modifizierbar und enthält Live Video-Analysen, Live-Countdown bis zum Beginn des Streams sowie Facebook-Streaming. Zudem kann auf der eigenen Website der Live-Stream eingebettet werden, um somit Nutzer*innen zur eigenen Webpräsenz zu bringen.

Weitere Informationen und eine freie Demoversion gibt es hier: dacast.com


Die hier genannten Anbieter stellen letztlich nur eine Auswahl dar, die sich für unterschiedliche Live-Streaming-Nutzungsszenarien eignen. Es macht sicher Sinn, die genannten Anbieter auszuprobieren, die AGBs, Datenschutz- / Nutzungsbedingungen entsprechend zu prüfen und so den geeigneten Dienst für das jeweilige Live-Streaming zu finden.

Über den Autor

Dennis Hartmann ist Projektmanager bei 3pc. Sein Schwerpunkt liegt u.a. in der Betreuung von Website-Relaunches sowie in der Entwicklung von Kampagnen und Produkten mit audiovisuellem Schwerpunkt. Hartmann studierte Medien- und Kunstwissenschaften an der Technischen Universität und Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und spezialisierte sich am Institut für Medienforschung (IMF) auf audiovisuelle Medienkulturen sowie digitale Medientechnologien im Bereich der Nachrichten- und Informationstechnik. Aktuell entwickelt und leitet er die Podcast-Reihe „Internet & whatever comes next“, wofür er zum Status Quo und zum Wandel der Digitalen Transformation u.a. Interviews mit Vertretern aus Kultur, Medien und Politik führt.

Dennis Hartmann

Project Manager

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