Neue
Kommunikation für
eine neue Zeit
Vortrag zu den Themen digitale Kuratierung und Assistenzsysteme

© EEOFE / Jan Knoff

QURATOR on the Road

Mit einer Reihe von eingeladenen Vorträgen zum Einsatz von Technologien der Künstlichen Intelligenz in der digitalen Kommunikation präsentierte sich das Forschungsprojekt QURATOR erstmals einer breiteren Öffentlichkeit. Im Fokus stand immer die Frage: Wo können KI-Technologien einen Beitrag leisten, um manuelle Teilaufgaben des Kuratierens automatisieren zu können? Präsentiert wurden praxisnahe Use Cases, für die im Rahmen des QURATOR Projekts in den kommenden drei Jahren innovative Tools und Technologien entwickelt werden.

Künstliche Intelligenz für die digitale Kommunikation findet hohe Resonanz bei Kultur – und Medienleuten

Internationaler Auftakt in Austin / Texas

Im März dieses Jahres präsentierte Bündnissprecher Armin Berger das Projekt QURATOR zum ersten Mal einem internationalen Publikum. Gelegenheit dazu bot sich auf der Konferenz der South by Southwest, die jährlich in der „Live Music Capital of the World“ Austin stattfindet und rund 25.000 Teilnehmer aus zahlreichen Ländern anlockt. Die SXSW vereint Festivals, Konferenzen und Ausstellungen vor allem in den Bereichen Musik, Film und interaktive Medien und hat sich in den letzten Jahren zu einem Trendsetter in Sachen digitaler Transformation entwickelt. Es verwundert daher nicht, dass auch die SXSW Artifical Intelligence (AI) als Kernthema der Zukunft identifiziert hat.

Dazu Armin Berger: „Die Ernsthaftigkeit der Konferenzteilnehmer in der Auseinandersetzung mit KI und die extreme Bandbreite der vorgestellten Projekte und Ideen verstärkten meinen Eindruck von der grundlegende Bedeutung dieses technologischen Wandels. Die europäischen Positionen, die geprägt sind von durchaus kritischen Perspektiven auf Datenerhebung und Verarbeitung, wurden in vielen Gesprächen und Präsentationen positiv bewertet, wohingegen Tech-Giganten wie Facebook durchweg als problematisch empfunden wurden. Vor diesem Hintergrund kann die Konferenz auf jeden Fall als Bestätigung der grundlegenden Idee von QURATOR gesehen werden. Die Verarbeitung von Information mit Hilfe von KI zur besseren, ausgewogeneren und objektiveren Ausgestaltung des Informationsraums wurde vor diesem Hintergrund als bedeutend für die weitere Entwicklung der offenen Demokratien gesehen.“

Mit Storytelling und KI nach Köln und Hannover

Weniger politisch, aber nicht weniger relevant waren die Resonanzen auf die Vorträge bei Fachtagungen in Köln und Hannover. Auf Einladung des auf Medienkommunikation spezialisierten Verbands Eyes & Ears of Europe präsentierte QURATOR konkrete Use Cases zum Thema Storytelling und KI. Gezeigt wurden beispielhafte Anwendungen aus dem Kulturbereich, die verdeutlichten, wie sich das Kuratieren digitaler Archive automatisieren lässt. Dabei ersetzt die Maschine manuelle Aufgaben zur Verschlagwortung und Datenpflege und schafft gleichzeitig die Grundlage für ein intelligentes Empfehlungssystem, das Redakteure bei Entwicklung von Storylines unterstützt. Die Grundidee von QURATOR, KI-Technologien als hochspezialisierte Assistenzsysteme einzusetzen, deren Endprodukte einer abschließenden redaktionellen Kontrolle bedürfen, fand beim Fachpublikum aber auch in den zahlreichen anderen Beiträgen von Medienexperten große Zustimmung. Die Bedeutung des Gesamtthemas drückte sich nicht zuletzt in der Berichterstattung eines ausführlichen Artikels in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) aus.

Ähnlich positiv wurden QURATOR-Technologien auf der Fachtagung LINK – Künstliche Intelligenz in Kunst und Kultur aufgenommen. Die vorgestellten Anwendungsszenarien wurden durchweg als relevant eingestuft, um die stetig wachsenden Archive des digitalisierten Kulturerbes im Sinne der Bewahrung und Vermittlung für ansprechende Storytelling-Formate aufbereiten zu können. Zugleich bot sich mit der Teilnahme der Konferenz auch die Möglichkeit auf dem angeschlossenen Blog einen passenden Fachartikel „Kuratieren mit KI“ zu platzieren.

Zurück nach Berlin mit KI für Kommunikationsprofis

Gleich zweimal konnte sich QURATOR auf Einladung der Quadriga Akademie Berlin einem ausgesuchten Publikum von Kommunikationsprofis präsentieren. Bei der 2. Tagung Newsroom zeigten die Bündnispartner 3pc und Condat, welche Potenziale KI-Technologien für den Newsroom der Zukunft bergen. Ein weitere Auftritt folgte auf der 14. Social Media Management Tagung unter der Überschrift „Content Intelligence – wie KI die (Social Media) Kommunikation verbessern kann“. Den Lead übernahm unser Bündnispartner Ubermetrics, der aufzeigte, wie sich mithilfe KI-basierter Tools Prozesse der Strategieentwicklung und Content-Produktion entscheidend verbessern lassen.

In Zusammenarbeit mit dem QURATOR Projekt veranstaltete die Gesellschaft für Wissensmanagement am 20. Juni ein Meetup im Telefonica Bascamp. Thema war – Wissensarbeit und digitale Kuratierung. Impulse zu den Möglichkeiten sowie aktuelle Herausforderung digitaler Kuratierung im QURATOR Projekt setzten Armin Berger und Stefan Grill.

Die hohe Resonanz zeigt den großen Bedarf für die im QURATOR Projekt anvisierten Technologien. Sie bestätigt zu dem die These vom „steigenden Kommunikationsdruck“, der im Hinblick auf die täglich steigenden Datenmengen einen Einsatz von KI in der digitalen Kommunikation unabdingbar macht.

Weitere Informationen zum Projekt und den Bündnispartnern finden Sie auf unserer Website: qurator.ai

Hintergrund

QURATOR wird vom BMBF im Rahmen des Programms „Unternehmen Region“ für drei Jahre gefördert. Die 10 Bündnispartner sind: DFKI GmbH, Fraunhofer FOKUS, 3pc GmbH, Ada Health GmbH, ART+COM AG, Condat AG, Semtation GmbH, Ubermetrics GmbH, Wikimedia Deutschland e.V. sowie die Staatsbibliothek zu Berlin.

qurator.ai

Gerne steht Ihnen unser Vorstandsvorsitzender Armin Berger auch für ein vertiefendes Interview zu den unternehmensstrategischen Zielen des Bündnisses zur Verfügung. Entsprechende Anfragen richten Sie bitte an Stefan Grill (stefan.grill@xinnovations.org).

Pressekontakt:

Xinnovations e.V.
Stefan Grill
Prinzessinnenstraße 1
10969 Berlin

Dieser Artikel wurde im Original auf xinnovations.org veröffentlicht.