Neue
Kommunikation für
eine neue Zeit

SPIEGEL.de: Ältestes Bibelmanuskript im Internet

Eine der ältesten Bibelhandschriften der Welt ist erstmals als Digitalisat global für jedermann verfügbar: Der Codex Sinaiticus. Teile des Textes wurden im Juli 2009 ins Internet gestellt, wie das Nachrichtenmagazin der SPIEGEL berichtete. 3pc gestaltete den Netzauftritt der virtuellen Gesamtedition, die bereits im letzten Jahr online ging.

Der Codex Sinaiticus ist die älteste erhalten gebliebene Handschrift der Bibel, die das gesamte Neue Testament und Teile des Alten Testaments sowie die Schriften "Hirte des Hermas" und "Brief des Barnabas" umfasst. 3pc übernahm als Spezialist für Websites von Bibliotheken und Oberflächendesign die Gestaltung. Die ACS Solution GmbH entwickelte die technischen Funktionen für den Netzauftritt des Codex. Ausschlaggebend für die Auftragserteilung an 3pc war laut ACS-Geschäftsführung, dass "die Entwürfe von 3pc durch ein anspruchsvolles Design- und Usability-Konzept überzeugten". Außerdem verfüge 3pc nicht nur über viel Erfahrung in der Gestaltung, sondern auch in der Strukturierung von komplexen Inhalten und der ergonomischen Implementierung vielseitiger Funktionen, wie sie in diesem Fall benötigt würden.

Das ehrgeizige Digitalisierungsprojekt ermöglicht es, die über mehrere Länder verstreuten Blätter des 1600 Jahre alten Codex auf einer Online-Plattform virtuell zusammenzuführen. Das Bibelmanuskript steht damit nicht nur für Spezialisten, sondern auch für interessierte Laien kostenlos und universell lesbar zur Verfügung. Die mehrsprachige Online-Edition bietet viele Funktionalitäten und große Nutzerfreundlichkeit für die Arbeit mit der berühmten Bibelhandschrift.

Der Codex Sinaiticus, der Anfang des 4. Jahrhunderts nach Christus mit Schwanenfeder und Eichengalle auf Pergament niedergeschrieben wurde, wird derzeit an vier Orten aufbewahrt: in der Universitätsbibliothek Leipzig, der British Library, der russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg und dem St. Katharinenkloster im ägyptischen Sinai-Gebirge. Gemeinsam haben die besitzenden Institutionen an der Konservierung und Digitalisierung der rund 400 erhaltenen Manuskriptseiten gearbeitet.

Dass der Codex Sinaiticus entdeckt wurde, ist dem Leipziger Theologen und Gelehrten Konstantin von Tischendorf zu verdanken. Bei einem Besuch im Katharinenkloster fand Tischendorf 1844 und 1859 die heute in Leipzig und London überlieferten ca. 400 Blätter, zu denen zwischenzeitlich in St. Petersburg und im Katharinenkloster neue Funde von einzelnen Seiten und Fragmenten gekommen sind.

The Codex Sinaiticus Project
ACS Solutions GmbH
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