Neue
Kommunikation für
eine neue Zeit

© Bernhard Ludewig

Goethe-Institut e. V.

Eine neue digitale Identität für das Goethe Institut

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland und nimmt seit über 50 Jahren weltweit zentrale Aufgaben der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik wahr.
Mit dem Audit zum digitalen Gesamtauftritt haben wir die bisherige Digitalstrategie des Goethe-Instituts systematisch analysiert und Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie sich die renommierte Organisation mit seinen 157 Goethe-Instituten in 98 Ländern künftig positionieren kann und sollte.

Wofür steht das Goethe-Institut im digitalen Zeitalter?

Huang Yi & KUKA, Tanzperformance

© Jörg Gläscher

Eine 360°-Analyse bringt Licht ins Dunkle

Die erste Phase des Audits umfasste eine 360°-Umfeldanalyse als Essenz einer umfassenden Markt- und Wettbewerbsübersicht zum Thema Online-Sprachangebote. Ferner wurden in dieser Phase digitale Schlüsseltechnologien und deren mögliche Einsatzgebiete identifiziert. Des Weiteren haben wir mittels Use Cases und Best Practice-Beispielen Anregungen geliefert und einen Dialog initiiert, wie das Thema Digitalisierung im Goethe-Institut abgebildet werden kann und welcher Grad an Digitalisierung notwendig ist. Ebenfalls in den Blick genommen wurde das Thema Organisationsentwicklung – als wichtiges Fundament einer ganzheitlichen, zukunftsorientierten Digitalstrategie.

Das Thema Digitalisierung ist für uns als Goethe-Institut kein reines Technologie-Thema, sondern vor allem auch ein Thema, dass unsere Gesellschaften bewegt und verändert.

Johannes Ebert, Generalsekretär

Der digitale Reifegrad des Goethe-Instituts

Im Anschluss wurden die Perspektiven wichtiger interner wie externer Stakeholder des Goethe-Instituts abgefragt. Dazu wurde eigens ein digitales Reifegradmodell mit 25 Bewertungskriterien entwickelt.

Binnen weniger Wochen haben wir 40 Interviews mit Vertreter*innen unterschiedlicher Regionen und Bereiche durchgeführt, Workshops zu verschiedenen Themenschwerpunkten veranstaltet sowie zahlreiche Dokumente gesichtet. Dabei wurden mehr als 900 „Gain Points“ und „Pain Points“ identifiziert, die als Grundlage für die Ermittlung des Digitalen Reifegrades des Goethe-Instituts genutzt wurden und den Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen der Organisation aufgezeigt haben.

Der Audit soll beschreiben, wohin wir uns in absehbarer Zeit entwickeln müssen, damit wir genügend Relevanz und Kompetenz haben, um unseren Auftrag auch weiterhin gut zu erfüllen.

Dr. Jana Binder, Abteilungsleiterin Information & Projektverantwortliche für den Audit

Eine neue Digitalstrategie für das Goethe-Institut in Moskau

Gemeinsam mit Stakeholdern des Goethe-Instituts in Moskau haben wir eine neue regionale Digitalstrategie erarbeitet.

Goethe Lab für innovative Sprachtechnologien

Die Entstehung einer neuen Organisationseinheit: Das Goethe-Lab

Mit dem Aufbau des Goethe-Labs als neue Organisationseinheit stellt sich das Goethe-Institut im Bereich innovativer Sprachtechnologien neu auf. 

Fotos aus Moskau: 3pc

Neue Ideen erfordern mitunter einen Perspektivwechsel: Workshop zum Goethe-Lab

© 3pc

Ein neues Fundament für die Digitalstrategie

Auf Grundlage der Ergebnisse der Ist-Analyse wurden zentrale Handlungsfelder definiert sowie konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Die Handlungsfelder decken die verschiedenen Dimensionen der digitalen Transformation des Goethe-Instituts ab und bilden einen Rahmen für einen umfangreichen Maßnahmenplan. Mit unserem umsetzungsorientierten Ansatz haben wir neun Maßnahmen bereits im Rahmen des Projektes mittels verschiedener Sprints über einen Zeitraum von sechs Monaten durchgeführt sowie weitere Initiativen im In- und Ausland entwickelt und angestoßen.

Innerhalb eines Jahres wurde ein umfangreicher Veränderungsprozess angestoßen und ein Transformationsprogramm entwickelt, welches das Goethe-Institut für zukünftige Herausforderungen der Digitalisierung wappnet.

Aus diesem spannenden Projekt konnten wir 3 wesentliche Learnings mitnehmen:

  • Digitale Transformation gelingt dann besonders gut, wenn man sie gesamtorganisatorisch angeht und dabei die verschiedenen Dimensionen der Digitalisierung beachtet – von der Entwicklung digitaler Angebote, über Mitarbeiterfortbildung bis hin zur Gestaltung der IT-Organisation und der internen Kommunikation.
  • Die Entwicklung von Digitalstrategien muss den individuellen Reifegrad und die Kultur der Organisation berücksichtigen, um realistische Ziele zu setzen, Akzeptanz bei den Mitarbeiter*innen zu schaffen und den digitalen Wandel nachhaltig in der Organisation zu verankern. Dazu gehört es auch, Missstände klar anzusprechen und partnerschaftlich zu agieren, statt sich auf seine Rolle als Dienstleister zu reduzieren.
  • Strategische Konzepte müssen immer mit einem hohen Grad an Operationalisierung entwickelt werden, um Orientierung und Klarheit zu schaffen. Digitale Umsetzungskompetenz erfordert die Kombination verschiedener Disziplinen und Fähigkeiten. Dazu zählen neben einem tiefgehenden Verständnis des Marktumfeldes unter anderem ein konsequentes Prototypendenken und hohe technische Lösungskompetenz.