Neue
Kommunikation für
eine neue Zeit

Barrierefreiheit

Gemeinsam digitale Teilhabe vorantreiben

Das Digitale hat einen universellen Anspruch und sollte daher alle Menschen erreichen. Weltweit hat fast jeder siebte Mensch eine Form von Behinderung, die ihn bei der Nutzung von Technologien einschränkt. Da gerade Menschen mit Beeinträchtigung das Internet überdurchschnittlich häufig und intensiv nutzen, sind barrierefreie Webangebote eine wichtige Voraussetzung, um Menschen mit Behinderung, Einschränkungen sowie älteren Menschen eine Teilnahme am Diskurs zu ermöglichen. 

Seit 25 Jahren verfolgen wir den Anspruch, mit den Mitteln des Digitalen komplexe Informationen einfach und verständlich zu vermitteln. Entsprechend haben wir unsere Design- und Technologiestandards diesem Credo unterworfen. Darüber hinaus arbeiten wir seit Jahren nach internationalen Standards der WAI und WCAG.

Barrierefreiheit soll die Gestaltungsfreiheit nicht einschränken. Die Richtlinien für barrierefreie Webeinhalte dienen lediglich als Gerüst, welches es mit Inhalt, Struktur und Funktion zu füllen gilt.

Die Anforderungen an die Barrierefreiheit sind heterogen. Die Richtlinien für ein barrierefreies Internet werden vom World Wide Web Consortium (W3C) aufgestellt. Diese bestehen unter anderem aus den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG), den Authoring Tool Accessibility Guidelines (ATAG) sowie den User Agent Accessibility Guidelines (UAAG).

 

WAI und WCAG - Prinzipien und Standards für Barrierefreiheit

Die Web Accessibility Initiative (WAI) entwickelt Standards, um das Web zugänglich zu machen für Menschen mit Behinderung – sei es, dass sie sehbehindert, motorisch eingeschränkt, gehörlos oder blind sind. Diese werden in den "Richtlinien für barrierefreie Webinhalte" (Web Content Accessibility Guidelines / WCAG) als internationaler Standard festgeschrieben. Diese verfolgen vier Grundprinzipien: Inhalte müssen für User*innen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Die Prüfung von Webangeboten auf Barrierefreiheit wiederum orientiert sich an der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0 vom Mai 2019), die auf den oben genannten Prinzipien aufbaut.

 

"Barrierefreie digitale Angebote gehen Hand in Hand mit einer schlüssigen, verständlichen Nutzerführung."

Zornitsa Shtereva, Designerin bei 3pc

Die 7 Säulen der Barrierefreiheit

  • Textorientierung
  • Kontraste und Farben
  • Skalierbarkeit
  • Linearisierbarkeit
  • Geräteunabhängigkeit & Dynamik
  • Verständlichkeit
  • Navigation & Orientierung
  • Struktur & Inhalte 

Entscheidend ist, dass Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht, kontinuierlich gepflegt und nicht zuletzt immer wieder getestet wird.

Ein ganzheitlicher und interdisziplinärer Prozess

In unseren Beratungsgesprächen erleben wir häufig, dass es zwar Bewusstsein für das generelle Anliegen der Barrierefrei-Informationstechnik-Verordnung (BITV) gibt. Über die konkreten Anforderungen und Aufgaben in der Umsetzung ist man sich jedoch oft unklar. Barrierefreiheit sollte immer ganzheitlich betrachtet werden – ein Prozess, der bereits in der frühen Konzeptionsphase beginnt. Dabei sollten alle Gewerke – Konzeption, Design, Technik und Redaktion – früh miteinbezogen werden. Und gemeinsam mit unseren Kund*innen definieren wir, worauf in den einzelnen Phasen besonders geachtet werden muss. 

Folgende Aspekte werden berücksichtigt:

  • semantisch korrekte Struktur des Layouts/Quellcodes
  • Benutzung von HTML-Strukturelementen und HTML5-Elementen zur Auszeichnung von Bereichen (header, nav, main, aside, footer)
  • Gestaltungselemente dürfen nicht vom Inhalt ablenken
  • blinkende Inhalte müssen vom User in einen statischen Zustand versetzt werden können
  • sinnvolle, brauchbare Reihenfolge von Seiteninhalten, unabhängig von der Darstellung
  • ausreichender Kontrast von Texten
  • grundlegende sowie sinnvolle Tastaturbedienbarkeit wird gewährleistet
  • Verzicht auf bewegte Inhalte bzw. deren Ausschaltung möglich/Ausgabe von Alternativtexten für multimediale Objekte
  • Schriftgrafiken benötigen als Alternativtext den abgebildeten Inhalt 
  • Grafiken sind im Zweifel informativ
  • aussagekräftige Linktexte
  • nur Links dürfen unterstrichen werden
Bildschirm mit Quellcode

Ansicht eines Bildschirms, auf dem sich einige Zeilen Quellcode eines Computerprogramms befinden
© Photo by Shahadat Shemul on Unsplash

Künstliche Intelligenz und Barrierefreiheit

Unsere Projektleiter*innen sorgen dafür, dass die genannten Prinzipien während des gesamten Entstehungsprozesses digialer Angebote berücksichtigt und umgesetzt werden – angefangen bei der Navigationsstruktur, den Designentwürfen und der Frontend-Umsetzung bis hin zur Textredaktion. Im Rahmen der Qualitätssicherung prüft 3pc die Barrierefreiheit der erstellten Websites und digitalen Angebote in einem Selbsttest.

Und natürlich ist Barrierefreiheit kein abgeschlossenes Thema. Das Web entwickelt sich ständig weiter. Barrierefreiheit ist damit ein bewegliches Ziel und kein Zustand. So haben wir etwa einen speziellen Redaktionsassistenten entwickelt, der Texte automatisch analysiert. Dabei werden ursprünglich manuelle Tätigkeiten von einer KI übernommen: Diese erkennt Entitäten wie Personen, Orte oder Organisationen, generiert passende Keywords, zeichnet Abkürzungen und Glossarbegriffe aus und verlinkt sie mit internen Wissensquellen. Das Assistenzsystem erstellt also automatisch barrierefreie Inhalte, minimiert den redaktionellen Pflegeaufwand und betreibt nebenbei Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Projekte: Barrierefreiheit

Bundeszentrale für politische Bildung

Millionenfach im Einsatz – unser Wahl-O-Mat-Design

Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung

Userfreundlich und barrierefrei – der Pflegelotse